Niedersachsen zeichnet Unternehmensgründungen mit „Durchstarter"-Preis aus

Unternehmen mit besonders innovativen Geschäftsideen oder Start-ups, denen eine besonders erfolgreiche Unternehmensgründung gelungen ist, können sich ab sofort für den diesjährigen „Durchstarter"-Preis bewerben. Mit diesem Preis will die Landesregierung junge Unternehmer aus Niedersachsen auszeichnen.

Das Niedersächsische Wirtschaftsministerium sucht gemeinsam mit dem Niedersächsischen Wissenschaftsministerium, der NBank und den Unternehmerverbänden Niedersachsen die besten Start-ups des Landes. Diese teilen sich in folgende drei Kategorien auf:

- Newcomer für Unternehmen in der Pre- bzw. Seedphase (Gründung ab Januar 2018)
- Scale-up für Gründungen in der Wachstumsphase (Gründung ab Januar 2013) Science spin-off für junge - Start-ups, deren Geschäftsidee auf einem Forschungsvorhaben an einer Hochschule oder öffentlichen Forschungseinrichtung in Niedersachsen beruht (Gründung ab Januar 2016)

Insgesamt ist der „Durchstarter"-Preis mit 30.000 Euro dotiert. Die jeweils besten Start-ups werden mit einem Preisgeld von 5.000 Euro ausgezeichnet. Für das beste Newcomer-Team gibt es außerdem eine Reise zum Tech-Festival „South by Southwest" in Austin/Texas oder ins Silicon Valley im Wert von bis zu 10.000 Euro.

Die Fachjury, die sich aus Vertretern aus Wirtschaft, Hochschulen und Verwaltung zusammensetzt, trifft die Auswahl über die jeweils drei besten Start-ups. Die letztendliche Entscheidung in den ersten beiden Kategorien trifft das Publikum am Abend der Preisverleihung am 4. Dezember 2019.

Die Bewerbungsunterlagen sind hier erhältlich und können mit einem Pitchdeck und Lebensläufen bis zum 20.08.2019 per Mail geschickt werden. 

 

 

Elektronische Frachtbriefe: Blockchain im Seeverkehrshandel

Ziel des Forschungsprojekts von Prof. Dr. Thomas Wieske von der Hochschule Bremerhaven, Institut für Logistikrecht & Riskmanagement ILRM, ist es, die Anforderungen an die Digitalisierung von Seefracht­dokumente zu identifizieren, analysieren und zu adaptieren. Es werden praxisbezogene Feldversuche durchgeführt und der physische Versand von Seefrachtdokumenten und daraus resultierende Umweltbelastungen und Papierverbräuche sollen reduziert werden. In Zusammenarbeit mit der Bremer abat AG, einem SAP-Systemhaus, soll dieses Ziel mittels der Blockchain-Technologie, einer über viele Computer verteilte Datenbank, erreicht werden.

Das Institut für Logistikrecht & Riskmanagement wurde im Jahre 2003 als Institut in der Hochschule Bremerhaven gegründet und untersucht in enger Verbindung mit der Lehre Fragen des Logistikrechts an der Schnittstelle zwischen technischer Innovation und rechtlichen Möglichkeiten. Die abat AG ist eine internationale SAP-Beratung mit Sitz in Bremen für die Bereiche Logistik, Automotive und Diskrete Fertigung (Einzel-, Serienfertigung). Die abat AG kombiniert seine IT- und Prozess-Expertise auch mit Nachhaltigkeits-Knowhow und berät zu ganzheitlichem Nachhaltigkeitsmanagement.

Jeder Seetransport bedarf der Erstellung von Papierdokumenten in Form von Konnosse­menten oder Seefrachtbriefen. Die von den Reedereien bzw. den Speditionen ausgestellten Dokumente sind wichtige Unterlagen, um den Frachtvertrag durchzuführen. 

Im Entwurf eines neuen internationalen Seefrachtrechts, den Rotterdamer Regeln, ist die Erstellung von digitalen Seefrachtdokumenten vorgesehen, jedoch ist der Weg zur Erstellung solcher Dokumente nicht festgelegt. Lediglich die Anforderungen digitaler Dokumente sind dahingehend definiert, dass diese das gleiche Maß an Authentizität und Integrität aufweisen müssen wie Papierdokumente.

Das Gesamtprojekt hat ein Finanzvolumen von ca. 250 T€. Die BIS Wirtschaftsförderung Bremerhaven unterstützt das Vorhaben aus dem Förderprogramm „Angewandte Umweltforschung“ des bremischen Senators für Umwelt, Bau und Verkehr und mit Mitteln der Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE). Vorgesehen ist eine Laufzeit von 24 Monaten ab Mai 2019.

 

 

Bautätigkeit 2018 im Land Bremen: Mehr Fertigstellungen, weniger Genehmigungen

Im Jahr 2018 wurden im Land Bremen 2.090 Wohnungen fertiggestellt, 244 mehr als im Jahr zuvor. Davon wurden 1.809 Wohnungen in der Stadt Bremen und 281 in Bremerhaven errichtet. Baugenehmigungen wurden für 2.465 Wohnungen erteilt. Die Zahl der genehmigten Wohnungen ging in der Stadt Bremen im Vergleich zum Vorjahr um 216 auf 2.270 zurück (-9 Prozent), in der Stadt Bremerhaven sank sie um 265 auf 195 (-58 Prozent). Der Großteil der Baugenehmigungen und Baufertigstellungen bezieht sich auf Gebäude im Neubau; 105 der 2.090 im Jahr 2018 fertiggestellten Wohnungen entstanden durch Baumaßnahmen an bestehenden Gebäuden. Alle Angaben beziehen sich auf Wohnungen im Neubau und auf Baumaßnahmen an bestehenden Gebäuden.

Werden ausschließlich Neubauten von Wohngebäuden und Wohnheimen betrachtet, entstanden 479 Wohngebäude mit zusammen 1.983 Wohnungen im Land Bremen. Darunter sind 366 Einfamilienhäuser, 31 Gebäude mit jeweils zwei Wohnungen und 78 Gebäude mit insgesamt 1.377 Wohnungen. Zudem wurden vier Wohnheime mit 178 Wohnungen fertiggestellt.

In der Stadt Bremen entstanden im Neubau 381 Wohngebäude und Wohnheime mit insgesamt 1.706 Wohnungen. Innerhalb der Stadt gibt es dabei große Unterschiede in der Neubautätigkeit. In 35 Ortsteilen wurden keine neuen Wohnungen fertiggestellt. In den Ortsteilen Fesenfeld, Sodenmatt, Alte Neustadt, Altstadt und Osterholz wurden Wohngebäude mit insgesamt 462 Wohnungen fertiggestellt. Die meisten Wohnungen wurden jedoch in der Überseestadt (150 Wohnungen), Oberneuland (155 Wohnungen) und Lehe (324 Wohnungen) fertiggestellt.

Von den 1.951 im Jahr 2018 erteilten Baugenehmigungen für Neubauten in Wohngebäuden und Wohnheimen in der Stadt Bremen entfällt etwa ein Drittel auf die Ortsteile Überseestadt (216 Wohnungen) und Lehe (427 Wohnungen).

Umfassendes Datenmaterial zur Bautätigkeit im Land Bremen, den Städten Bremen und Bremerhaven sowie in den Orts- und Stadtteilen der Stadt Bremen können hier recherchiert werden.

 

 

IHK Nord-Konjunkturumfrage Maritime Wirtschaft: Stimmung weiter rückläufig

Die Konjunktur der maritimen Wirtschaft in Deutschland verliert weiter an Schwung. Dies ist das Ergebnis der aktuellen Frühjahrsumfrage der IHK Nord, dem Zusammenschluss zwölf norddeutscher Industrie- und Handelskammern. Während sich das Geschäftsklima beim Schiffbau und in der Hafenwirtschaft stärker eintrübt, kann es sich in der Schifffahrt aber etwas stabilisieren.

Die deutschen Werften sind nicht mehr so zuversichtlich wie im vergangenen Jahr. Der Konjunkturindex büßt rund 25 Punkte ein und steht nun bei 107,6 Punkten auf einer Skala von 0 (schlecht) bis 200 (sehr gut). „Wie bereits bei der letzten Umfrage im Herbst 2018 bereitet die Suche nach Fachkräften der Branche weiter Probleme“, sagte Friederike C. Kühn, Vorsitzende der IHK Nord. Zudem klagen über 60 Prozent der Betriebe über zu hohe Arbeitskosten. Auch den stärkeren Einstieg Chinas in den Hightech-Schiffbau sehen die Unternehmen mit großer Sorge. „Für die insbesondere im Spezialschiffbau tätigen deutschen Werften ist das eine große Herausforderung“, so Kühn.

Das Stimmungsbarometer der Hafenwirtschaft verliert ebenfalls knapp sechs Punkte und steht jetzt bei 112,0 Punkten. Wie bei den Werften, äußern sich auch in dieser Branche mehr als die Hälfte der Betriebe verstimmt über das wirtschaftspolitische Umfeld. Kühn betonte, dass Deutschland nach wie vor beim Ausbau wichtiger Seehafenzufahrten und Hinterlandanbindungen zu langsam vorankommt. Auch fiskalische Nachteile gegenüber anderen EU-Ländern beim Handling der Einfuhrumsatzsteuer müssen schnell beseitigt werden. 

Der Geschäftsklimaindex in der Schifffahrt kann sich dagegen auf niedrigem Niveau etwas erholen: Er legt leicht um 1,6 auf 92,5 Punkte zu. „Die Unsicherheiten in der Weltwirtschaft und der verschärfte Handelsstreit zwischen China und den USA drücken aber weiter auf die Stimmung“, sagte die IHK Nord-Vorsitzende. Zudem sehen drei Viertel der Reeder die Entwicklung der Treibstoffkosten derzeit kritisch. Die Branche steht hier vor einem großen Umbruch: Ab 2020 dürfen Schiffe weltweit nur noch den teureren Marinediesel mit einem Schwefelgehalt von maximal 0,5 Prozent verwenden.

Die Ergebnisse der Konjunkturumfrage sind hier erhältlich.  

 

 

Meyer Werft liefert bereits zweites Kreuzfahrtschiff in diesem Jahr ab

Die Spirit of Discovery, das erste von zwei neuen Kreuzfahrtschiffen für die britische Reederei Saga Cruises, ist in Emden an Saga Cruises abgeliefert worden. Das Schiff mit einer Vermessung von 58.250 BRZ ist nach der Spectrum of the Seas bereits der zweite Neubau, den die Meyer Werft in diesem Jahr gebaut hat.

„Wir haben es in einer großen Teamleistung geschafft, in diesem Jahr bereits zwei moderne Kreuzfahrtschiffe abzuliefern“, sagt Geschäftsführer Tim Meyer. Die Spirit of Discovery zeichnet sich durch ein umwelt- und ressourcenschonendes Design aus. Erstmals kam bei der Spirit of Discovery ein eSiPod-Antrieb von Siemens zum Einsatz. Mit einer Länge von 236 Metern und einer Breite von 31,2 Metern gehört sie zu den kleineren und exklusiven Kreuzfahrtschiffen. 

Anfang Juni erfolgte bereits die Kiellegung des zweiten Neubaus für Saga Cruises auf der Meyer Werft. Die Spirit of Adventure wird im Sommer 2020 fertiggestellt. Damit werden auch im kommenden Jahr drei moderne Kreuzfahrtschiffe in Papenburg gebaut. Als drittes Schiff in diesem Jahr wird im Herbst die Norwegian Encore fertiggestellt.

Die Meyer Werft  zurzeit ein langfristiges Auftragsbuch bis Ende 2023. Dafür sucht die Meyer Werft auch weiterhin Fachkräfte in allen Bereichen. Informationen dazu sind hier erhältlich.

 

 

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