Neues DFKI-Projekt soll Deep-Learning-Verfahren verlässlicher machen

Wenn Menschen vor einem Problem stehen, können sie dieses entweder logisch und mit Ruhe betrachten, oder spontan und emotional entscheiden. Ähnlich geht es dem Computer: Moderne Deep-Learning-Verfahren liefern dank ihres Trainings mit großen Datenmengen schnelle Ergebnisse, die jedoch nicht nachvollziehbar sind. Wissenschaftler des Deutschen Forschungszentrums für Künstliche Intelligenz (DFKI) untersuchen nun, wie sich diese Ergebnisse durch formale Verfahren überprüfen lassen und so verlässlicher werden – ohne an Schnelligkeit einzubüßen.

Während Deep-Learning-Verfahren zu schnellen, jedoch rational nicht begründbaren Ergebnissen führen, können durch formale Berechnungen nachvollziehbare und mathematisch korrekte Antworten erhalten werden – die allerdings mehr Zeit beanspruchen. In dem am 1. November 2019 gestarteten Projekt „Fast&Slow“ untersuchen Wissenschaftler des DFKI, wie sich die beiden Methoden kombinieren lassen. Am Forschungsbereich Cyber-Physical Systems, geleitet von Prof. Dr. Rolf Drechsler, soll es einer Künstlichen Intelligenz ermöglicht werden, gleichzeitig schnelle wie auch verlässliche Entscheidungen zu treffen. Denn Deep-Learning-Verfahren alleine liefern lediglich subsymbolisch errechnete Lösungen, die auf Millionen von Parametern und Unmengen von Testbeispielen basieren. In vielen Anwendungsgebieten erfüllt dieses Vorgehen jedoch nicht die Ansprüche an Verlässlichkeit und Vertrauenswürdigkeit – beispielsweise im Bereich des autonomen Fahrens. Aus diesem Grund ist es notwendig, die Ergebnisse überprüfen und der KI die korrekten Ergebnisse antrainieren zu können. 

Verfahren soll Robotern beim sicheren Jonglieren und Navigieren helfen

Hierzu sollen diese subsymbolischen Verfahren mit symbolischen kombiniert werden, um so die Vorteile beider – die Schnelligkeit ebenso wie die nachvollziehbare Korrektheit der Resultate – nutzen zu können. Dafür ist es zunächst nötig, Problemstellungen zu definieren, die sowohl formal als auch durch Deep-Learning-Algorithmen lösbar sind – wie beispielsweise das Planen von Handlungsabläufen. Zunächst soll das formal korrekte Ergebnis trainiert werden, bevor das Problem durch das schnellere, subymbolische Verfahren zu lösen versucht wird. Das Resultat kann im Nachhinein mit der symbolischen Methode überprüft und gegebenenfalls korrigiert werden.

Die Wissenschaftler des DFKI zielen darauf ab, die Grundlagen für einen sichereren und verlässlicheren Einsatz von Deep-Learning-Verfahren zu entwickeln, um so das Potential der maschinellen Entscheidungsfindung auch in anspruchsvollen Bereichen nutzen zu können. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert das Projekt „Fast&Slow“ deshalb mit rund 1,2 Millionen Euro über eine Laufzeit von drei Jahren.

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Stammtisch bremen digitalmedia „DigitalPakt für Schulen – Wie geht’s konkret?“

Im Rahmen des DigitalPakts stehen dem Land Bremen von 2019 bis 2024 in Summe 48 Millionen Euro an Bundesmitteln zur Verfügung, die laut Förderrichtlinie vor allem in den Ausbau der IT-Infrastruktur investiert werden sollen. Doch was bedeutet das eigentlich genau? Wer ruft die Mittel ab? Wer entscheidet, wie verteilt wird? Und wie genau kann im digitalen Zeitalter eine zeitgemäße und sinnvolle Verwendung der Mittel aussehen?

Diese Fragen werden beim Stammtisch bremen digitalmedia am 11. Februar 2020 um 18 Uhr im Postamt P5, An der Weide 50a, 28195 Bremen. unter dem Motto „DigitalPakt für Schulen – wie geht’s konkret?“ diskutiert.   

Gast ist Ulrich Barde, Vorstand des Sportgarten e.V., der seine Arbeit und Projekte im Bereich Sport und Digitale Medien vor. Im Postamt P5 verbindet das Sportgarten-Team seit zwei Jahren Bildung, Medien und Digitales. Die Angebote reichen von einer Einführung ins Filmen über Effekte & Motiondesign bis hin zum Thema E-Sports. Zudem ist Dr. Anja Zeising vom Institut für Informationsmanagement Bremen (ifib) ist ebenfalls zu Gast. Das ifib gestaltet und begleitet den Bremer Prozess zur Umsetzung des DigitalPakts Schule sowohl im Land als auch in der Stadtgemeinde. Anja Zeising hat in den vergangenen Jahren rund um die Themenfelder IT-Infrastruktur an Schulen und Medienentwicklungsplanung geforscht, beraten und publiziert und wird uns einen Einblick in ihre Arbeit geben.

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Fallturm: Kunst im freien Fall

An 250 Tagen im Jahr werden vom Zentrum für angewandte Raumfahrttechnologie und Mikrogravitation (ZARM) der Universität Bremen wissenschaftliche Experimente in der Schwerelosigkeit durchgeführt. Vor kurzem hat das Künstlerduo Broomberg & Chanarin den Bremer Fallturm für ein historisches Experiment genutzt.

Als sie eingeladen wurden, ein Kunstwerk im Weltall zu schaffen, ließen sich Broomberg & Chanarin von den frühen Arbeiten Marcel Duchamps inspirieren. Für sein Stück "3 Stoppages" ließ Duchamp eine ein Meter lange Schnur auf den Boden fallen und zeichnete die Linie nach. Es war das erste Kunstwerk, das durch die Schwerkraft entstand. "Das Experiment wurde 1913 durchgeführt um Formen zu fixieren und zu bewahren, die durch Zufall, durch meinen Zufall, entstehen.", erklärte Duchamp 1964 in einem Interview. Die Schwerkraft inspirierte auch weiterhin Künstler wie Yves Klein, der in Paris ins Leere sprang, Bas Jan Ader, der in Amsterdam in einen Kanal fiel, oder Ai Wei Wei, der eine kostbare Urne aus der Han-Dynastie fallen ließ.

Nun hat das Künstlerduo Broomberg & Chanarin Duchamps bahnbrechendes Werk in der Schwerelosigkeit nachgestellt. Diesmal wird ein Seil 110 Meter in einer geschlossenen Kapsel fallengelassen, um die Bedingungen außerhalb der Erdumlaufbahn zu reproduzieren. Während des Falls wird die Form des Seils von vier hochauflösenden Kameras aufgenommen. Die erzeugten Daten werden in eine dreidimensionale Skulptur umgewandelt; eine Fortsetzung von Duchamps Werk - für das 21. Jahrhundert.

Olympiaspace, eine kommerzielle Raumfahrtagentur, hat das Werk in Auftrag gegeben und will Künstler mit Raumfahrtwissenschaftlern zusammenbringen und kulturelle Kooperationen generieren. Die Gründerin Dr. Olympia Kyriopoulos brachte Broomberg & Chanarin, Nikon, GDV Systems + Solutions GmbH und die Wissenschaftler des erdgebundenen Mikrogravitationslabors des ZARM, dem Fallturm Bremen, zusammen, um dieses ehrgeizige Projekt zu realisieren.

Ein Video dazu ist hier erhältlich, hier gibt es weitere Informationen.

 

 

Praktische Hilfe für Erfinder und Unternehmer

Die Industrie- und Handelskammer Stade bietet Interessenten am Mittwoch, dem 5. Februar, 30-minütige Beratungsgespräche zum Thema „Praktische Hilfe für Erfinder und Unternehmer“ mit einem Patentanwalt an.

Neue Ideen, Verfahren, Produkte und Marken sollten durch gewerbliche Schutzrechte wie Patente, Gebrauchsmuster, Marken- oder Designschutz gesichert werden. Was aber ist schutzfähig, was nicht? Bei solchen und ähnlichen Fragen bietet der kostenlose Service Hilfe.

Eine Terminvereinbarung ist erforderlich. Weitere Informationen sind hier erhältlich.

 

 

Deutsche Windtechnik übernimmt GFW

Mit Wirkung zum 01.01.2020 hat Europas führender unabhängiger Serviceanbieter Deutsche Windtechnik AG 100 Prozent der Geschäftsanteile an der GFW Gesellschaft für Windenergieanlagen GmbH & Co KG übernommen. Ziel ist, die Unternehmen bei ihrem internationalen Wachstum weiter zu stärken und die Kapazitäten für die Instandhaltung von Windenergieanlagen zu erweitern. 

Das Unternehmen GFW wird vorerst seinen Namen beibehalten und strukturell als Einheit unter der Deutschen Windtechnik X-Service eingebunden. Holger Hämel und Severin Mielimonka, die beide die Geschäftsführung der Deutschen Windtechnik X-Service bilden, werden zusammen mit dem GFW-Geschäftsführer Jürgen Fuhrländer die Unternehmenseinheit leiten. Hauptsitz der GFW bleibt Rennerod im Westerwald. 

Fokus der GFW auf Fuhrländer, Senvion und Nordex

Die Schwerpunkte der GFW liegen im klassischen Anlagenservice, bei Reparaturaufträgen, Gutachtertätigkeiten, Troubleshooting, im Teilehandel und Engineering. Der technologische Fokus konzentriert sich auf die Hersteller Fuhrländer, Senvion und Nordex. All dies ergänzt ideal das Leistungs-Portfolio und die Multibrand-Kompetenz der Deutschen Windtechnik, so dass sich durch die Übernahme zahlreiche Schnittstellen eröffnen. Auch viele Sonderprojekte werden von der Zusammenführung profitieren, wie zum Beispiel bei Tauschen von Großkomponenten, beim Rückbau von Altanlagen, bei besonderen Auslandseinsätzen oder im internationalen Teilehandel ausgewählter Technologien. Zudem wird Rennerod, der Hauptsitz der GFW, als Servicestützpunkt und regionaler Ausgangspunkt in das Servicenetz der Deutschen Windtechnik integriert.

Weitere Informationen sind hier erhältlich.

 

 

Unsere Datenschutzerklärung entsprechend der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) finden Sie hier:  https://www.i2b.de/datenschutz/

 

 

 

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