Universität Oldenburg und Offis präsentieren Innovationen

Ein Sensorsystem für Inhaltsstoffe von Flüssigkeiten, ein Roboter-Arm und eine Kapsel für Überschall-Reisen – diese Produkte präsentieren das Oldenburger Start-up InProSens, das Informatik-Institut Offis und das Studierendenteam HyperPodX der Universität Oldenburg und der Hochschule Emden/Leer vom 23. bis zum 27. April auf der Hannover Messe am Gemeinschaftsstand "Innovationsland Niedersachsen" (Halle 2, Stand A08).

Messgerät für verschiedenste Stoffe

Die Jungunternehmer von InProSens, die vom Gründungs- und Innovationszentrum (GIZ) der Universität Oldenburg gefördert werden, stellen ihr Sensorsystem InProLyzer vor. Das Messgerät spürt verschiedenste Spurenstoffe in Flüssigkeiten automatisch auf und analysiert den Gehalt kontinuierlich. Es deckt dabei einen breiten Messbereich von wenigen Milliardstel bis zu einigen Gramm eines Stoffs pro Liter ab und kann zudem mehrere Substanzen parallel detektieren.

Da das Sensorsystem mehrere Analysemethoden einsetzt, kann es fast jeden Stoff aufspüren, zum Beispiel Schwermetalle, Medikamente oder Süßstoffe. Das Einsatzgebiet für InProSens sind Produktionsprozesse in unterschiedlichen Branchen. Durch die kontinuierliche Überwachung lassen sich die Prozesse besser steuern und gegebenenfalls optimieren, um Kosten zu sparen.

Roboter ohne Spezialwissen programmieren

Um die Zusammenarbeit von Menschen und Maschinen geht es beim Exponat des Oldenburger Informatikinstituts Offis. Der ausgestellte interaktive Roboterarm lässt sich über eine Virtual-Reality-Brille programmieren. Die in der virtuellen Welt ausgeführten Bewegungen des Nutzers werden anschließend automatisch optimiert.

Die Offis-Forscher demonstrieren, wie Roboter auch ohne Spezialwissen programmiert und genutzt werden können. Auf diese Weise wollen sie neue Anwendungsgebiete erschließen. Besonders kleine Fertigungsstätten könnten davon profitieren, wenn es einfacher wird, Roboter in Produktionsabläufe zu integrieren und somit erste Schritte hin zu kooperativen Mensch-Maschine-Teams zu beschreiten.

Mit Überschallgeschwindigkeit durch eine Röhre reisen


Das Studierendenteam HyperodX stellt in Hannover ein mögliches Transportmittel der Zukunft vor. Die angehenden Ingenieure, Informatiker und Wirtschaftswissenschaftler haben in dem Gemeinschaftsprojekt eine autonome Kapsel für das Transportsystem Hyperloop entwickelt. Nach dem Konzept des US-Unternehmers Elon Musk sollen die Kapseln magnetisch schwebend und mit Überschallgeschwindigkeit durch eine Röhre sausen, in der ein sehr geringer Luftdruck und damit kaum Luftwiderstand herrscht.

Das Studierendenteam nimmt 2018 schon zum dritten Mal an dem in Los Angeles stattfindenden internationalen Wettbewerb um die schnellste Hyperloop-Transportkapsel teil. 2017 war HyperPodX eins der sechs besten Teams und wurde vom Unternehmen SpaceX mit dem Innovationspreis ausgezeichnet. Die Norddeutschen stehen nun vor der Aufgabe, die Energieversorgung der Kapsel zu entwickeln und einen Antrieb zu integrieren.

 

 

Nachwuchswissenschaftler entwickeln Öko-Chatbot

Der Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft und die Firma Amazon unterstützen im Rahmen der Initiative "Digital engagiert" die Entwicklung eines Chatbots – also eines digitalen Assistenten – an der Universität Bremen.

Der Chatbot "Karl" soll Konsumenten unterstützen, sich umweltfreundlich zu verhalten. Kirsten Hillebrand, wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Betriebswirtschaftslehre der Universität Bremen, entwickelt den Assistenten gemeinsam mit Masterstudent Hendrik Hinrichs. Dafür erhalten sie nun 5000 Euro Anschubfinanzierung, die Unterstützung eines persönlichen Coaches sowie die kostenlose Teilnahme an Workshops.

"Karl" soll herkömmliche Apps in einem Dienst bündeln. Der Chatbot ist ein textbasiertes Dialogsystem, das auf große Datenmengen zugreifen kann und selbst lernt, sich den Bedürfnissen des Users anzupassen. "Wir wollen, dass sich jeder Konsument so umweltfreundlich verhalten kann, wie es seinen Überzeugungen entspricht", so Hillebrand. "Manchmal ist das im Alltag schwer durchzuhalten." Es gehe darum, gute Vorsätze in konkrete Handlungen zu verwandeln.

Der Assistent schickt seinen Nutzern Nachrichten und nachhaltige Rezepte, hilft bei der Auswahl von Lebensmitteln, verweist auf regionale Produkte und unterstützt bei Kaufentscheidungen. Er verweist beispielsweise auch auf gutes Wetter und die Möglichkeit, durch das Radfahren zur Uni rund 150 Kalorien zu verbrauchen.

Die Förderinitiative "Digital engagiert" unterstützt Projekte zur Digitalisierung der Zivilgesellschaft. Insgesamt waren 160 Bewerbungen eingegangen; daraus wurden 15 Teilnehmerinnen und Teilnehmer ausgewählt.
 
Weitere Informationen: www.digitalengagiert.de.

 

 

Weltec Biopower beim Deutschen Außenwirtschaftstag ausgezeichnet

Die Weltec Biopower GmbH aus Vechta hat den zweiten Platz beim "Preis der deutschen Außenwirtschaft" errungen, der gestern beim Deutschen Außenwirtschaftstag in Bremen verliehen wurde. Der Preis wird seit 1999 an Firmen verliehen, die herausragendes unternehmerisches Engagement zeigen, Förderinstrumente der Außenwirtschaft auf besonders innovative Weise nutzen oder durch ihren nachhaltigen wirtschaftlichen Erfolg auffallen.

Der Biogasanlagenhersteller Weltec Biopower ging 2001 an den Markt und startete schon ein Jahr später die ersten außenwirtschaftlichen Aktivitäten. Heute stehen Weltec-Anlagen in Australien, Kolumbien, Uruguay, Spanien, China und Südkorea. "Der Export des deutschen Know-hows in Fragen der regenerativen Energien hat sich für Weltec sowohl in der Umsatz- als auch in der Gewinnentwicklung deutlich gezeigt", teilte die Jury mit.

Der erste Preis ging an die Kristallturm GmbH & Co. KG aus dem oberbayerischen Lenggries. Mit der Planung, Fertigung und Montage von Hochseilgärten ist das Unternehmen weltweit aktiv. Platz drei ging an die Krückemeyer GmbH – ein Spezialist für Schleifmittel und Klebesysteme aus dem nordrhein-westfälischen Wilnsdorf.

 

 

Bürgerversammlung zum Technologiepark in Wechloy

Das Oldenburger Stadtplanungsamt hat für den Bereich südlich des Pophankenweges einen Bebauungsvorschlag entwickelt. Dieser wird am Dienstag, 3. Mai, 19 Uhr, auf einer Bürgerversammlung im Technischen Rathaus (Industriestraße 1 a, Raum 245) vorgestellt und diskutiert.

Ziel der Planung ist es, an diesem Standort einen Technologiepark mit gesamtstädtischer Bedeutung zu entwickeln. Angestrebt wird die Ansiedlung von Unternehmen aus den Bereichen Medieninformation, erneuerbare Energien, E-Learning sowie Medien und Kommunikation. 

 

 

Meyer Werft liefert "Norwegian Bliss" ab – Kurs auf Alaska

Die Meyer Werft hat gestern das Kreuzfahrtschiff "Norwegian Bliss" in Bremerhaven an die US-Reederei Norwegian Cruise Line abgeliefert. In Eemshaven (Niederlande) trainierte und testete die Crew zuvor intensiv alle Anlagen und Systeme des neuen Schiffs. Bei der Norwegian Bliss handelt es sich um den 11. Neubau der Papenburger Werft für Norwegian Cruise Line.
 
Die Passagiere können auf dem Schiff viele Attraktionen erleben, beispielsweise eine große Kartbahn. Zwei Wasserrutschen über mehrere Etagen und doppelte Ocean-Loops über die Bordwand hinaus sind die Highlights auf den Pooldecks.
 
"Modernste Unterhaltungskonzepte aus Hollywood sind der Maßstab für die Kreuzfahrtschiffe aus Papenburg", teilt die Werft mit. "Doch nicht nur für einzigartige Unterhaltung ist gesorgt. Viele technische Maßnahmen zur Schonung der Umwelt sorgen dafür, dass ein schöner und gleichzeitig ökologisch verantwortungsvoller Urlaub an Bord verbracht wird."

Der elektrische Pod-Antrieb, eine verbesserte Hydrodynamik, viele Energiesparvorrichtungen – wie eine Wärmerückgewinnung oder umfangreiche Wasserreinigungssysteme – gehören zum Konzept. Die Abgase aus den energiesparenden Motoren werden in einem speziellen System (Scrubber) gereinigt
 
Getauft wird das Schiff am 30. Mai in seinem Heimathafen Seattle. Im Sommer kreuzt die Norwegian Bliss in Alaska, während sie im Winter in der Karibik unterwegs ist.

 

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