Starthaus: Bremer Institutionen vereinbaren Kooperationsvertrag

Mit der Unterzeichnung eines Kooperationsvertrags haben das Starthaus, der Senator für Wirtschaft, Arbeit und Häfen des Landes Bremen und die Handelskammer Bremen – IHK für Bremen und Bremerhaven die Weichen für eine enge Zusammenarbeit gestellt. Damit wächst das Bremer Gründungsnetzwerk künftig noch weiter zusammen und erleichtert Bremerinnen und Bremern den Start in die berufliche Selbstständigkeit.

Kern der Zusammenarbeit ist die gegenseitige Unterstützung und Vernetzung bei zahlreichen Veranstaltungs- und Vermarktungsaktivitäten. So werden Starthaus und Handelskammer künftig Veranstaltungen, Workshops, Sprechtage, Räume und Informationsveranstaltungen koordinieren, sich gegenseitig bei der Ausrichtung und Bekanntmachung von Gründungsaktivitäten unterstützen und ihre jeweiligen Kundinnen und Kunden auf Angebote aufmerksam machen.

„Das Starthaus Bremen hat sich im vergangenen Jahr als eine zentrale Anlaufstelle für Gründerinnen und Gründer etabliert. Jetzt gilt es, das Leistungsspektrum des Bremer Gründungsökosystems auszubauen. Die Handelskammer Bremen ist dabei der ideale Partner“, sagt Martin Günthner, Senator für Wirtschaft, Arbeit und Häfen.

Weitere Informationen sind unter www.starthaus-bremen.de und www.starthaus-bremerhaven.de erhältlich.

 

 

Bremenports zieht positive Bilanz des Hafenjahres 2018

Das Jahr 2018 war für die Hafenentwicklung ein gutes Jahr. Mit den Senatsentscheidungen für mehrere große Neubauprojekte sind wesentliche Weichen gestellt worden. Bremenports Geschäftsführer Robert Howe: „Die Senatsentscheidungen dieses Jahres sind weit mehr als Sanierungsbeschlüsse. Der Neubau der Kajen führt zu einer deutlichen qualitativen Verbesserung der Hafenanlagen und damit auch zu neuen wirtschaftlichen Möglichkeiten.“

Auf der Basis der Bremenports-Entwürfe hatte der Senat in diesem Jahr mehr als 120 Millionen Euro für die Hafeninfrastruktur zur Verfügung gestellt:

Mit dem Neubau der Columbuskaje wird die positive Entwicklung der Kreuzfahrtschifffahrt am Standort Bremerhaven gesichert. In enger Abstimmung mit dem CCCB wird an der Columbuskaje ab dem Jahr 2021 eine rund ein Kilometer lange neue Kaje gebaut.

Mit dem Neubau der Nordmole wird der Fischereihafen eine deutlich verbesserte Zufahrt erhalten und damit neue wirtschaftliche Möglichkeiten erhalten. Mit dem Baubeginn ist nach einer intensiven Planungsphase ebenfalls ab 2021 zu rechnen.

Der Neubau der Kaje 66 ist erforderlich, um die Standfestigkeit der Kaje zu sichern, die an der Einfahrt der Kaiserschleuse in einer für die Hafenverfügbarkeit wichtigen Stelle liegt. Mit dem Neubau ist in 2020 zu rechnen. 

Für 2019 sind weitere wichtige Baumaßnahmen geplant:

Der Neubau der Westkaje im Kaiserhafen ist abgeschlossen. Im Moment wird die davor liegende alte Kaje abgerissen. Damit wird das Hafenbecken um 7 Meter verbreitert.

Ein wichtiges Projekt des kommenden Jahres ist die abschließende Sanierung der Kaiserschleuse. Die Umbauarbeiten an der Schleuse werden im Sommer des Jahres 2019 beginnen und voraussichtlich drei Monate dauern.

In der Stadt Bremen stehen weitere Verbesserungen im Industriehafen an. Die Vertiefung und Verbreiterung des Hüttenhafens hat bereits zu einer Belebung des Umschlagsgeschäftes geführt.

Auf der Planungsebene gibt es mit den Überlegungen zu einem Neubau der Drehbrücke und zur Optimierung des Fischereihafens weitere große Themen, auf die sich bremenports vorbereitet.

Bei den internationalen Aktivitäten sind die Überlegungen zum Bau eines Hafens am isländischen Finnafjord ein gutes Stück vorangekommen. Gemeinsam mit einer isländischen Ingenieurgesellschaft und den in der Nähe des Fjords gelegenen Kommunen sind die Verträge zur Gründung einer Entwicklungsgesellschaft ausverhandelt. Mit der Klärung weiterer gesellschaftsrechtlicher Themen sollen im kommenden Frühjahr alle erforderlichen Verträge unterzeichnet werden. Nach dem Einstieg eines Investors in die Entwicklungsgesellschaft können dann in den kommenden fünf Jahren alle technischen und rechtlichen Voraussetzungen für den Bau eines  Mehrzweckhafens im Nordwesten Islands geschaffen werden.  

Weitere Informationen sind hier zu finden.

 

 

Digitale Finanzakteure: Datenschutz trotz DS-GVO weiterhin mangelhaft

Über das Smartphone bezahlen, ein Projekt über Crowdfunding unterstützen oder die automatisierte Geldanlage durch sogenannte Robo-Advisor gehören inzwischen für viele Menschen zum Alltag. Finanzdienstleistungen, deren Nutzung ausschließlich über Internet-Technologien erfolgt, machen der traditionellen Finanzindustrie immer stärker Konkurrenz. Die boomende und breit gefächerte FinTech-Branche weist jedoch hinsichtlich Regulierung und Datenschutz im Vergleich zu klassischen Finanzanbietern sehr unterschiedliche Standards auf. Für Nutzerinnen und Nutzer dieser Angebote ist oft unklar, was genau mit ihren persönlichen Daten passiert. Wirtschaftswissenschaftler Professor Lars Hornuf von der Universität Bremen hat gemeinsam mit Professor Gregor Dorfleitner von der Universität Regensburg in einer kürzlich erschienenen Studie untersucht, wie Fin-Tech-Unternehmen nach Inkrafttreten der Datenschutz-Grundverordnung (DS-GVO) Nutzerdaten verarbeiten. Diese wurde im Auftrag des Projektes ABIDA (assessing big data) erstellt und durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert.

Die Wirtschaftswissenschaftler schließen mit dem Gutachten an ihre Untersuchung zu digitalen Finanzakteuren aus dem Frühjahr 2018 an. Hierzu haben sie bei allen bereits 2017 untersuchten 505 FinTechs nun erneut die aktuelle Version der jeweiligen Datenschutzerklärung erhoben und auf inhaltliche Veränderung untersucht. Die Ergebnisse zeigen, dass sich die Datenschutzregelungen seit Einführung der DS-GVO in vielen Fällen für Nutzerinnen und Nutzer der FinTech-Angebote eher verschlechtert haben.

Bei den erfolgten Anpassungen konnten die Forscher zwei allgemeine Trends feststellen: Erstens sind die Datenschutzerklärungen mittlerweile mehr als doppelt so umfangreich und zweitens bestehen diese inzwischen deutlich häufiger aus standardisierten Textbausteinen. Letzteres bedeutet, dass in vielen Bereichen deutlich weniger häufig abschließend angegeben wird, welche personenbezogenen Daten verarbeitet und welche an Dritte weitergegeben werden. Ein weiterer Befund ist aus Sicht der Wissenschaftler ebenfalls besonders kritisch zu beurteilen: Das Sammeln von personenbezogenen Daten muss von den Konsumentinnen und Konsumenten durch eine Einwilligung wie schon im Jahr 2017 alternativlos akzeptiert werden. Außerdem geben weniger FinTechs als zuvor an, wie lange Daten tatsächlich gespeichert werden und verweisen lediglich auf die gesetzlichen Aufbewahrungsfristen.

Forscher fordert konsequentere Umsetzung des Datenschutzes

Lars Hornuf erklärt: „Die Hoffnung, dass die DS-GVO für mehr Transparenz sorgt, hat sich im Bereich der untersuchten FinTechs überwiegend nicht bestätigt. Von den FinTechs wird häufig gefordert, dass sie ihre Nutzerinnen und Nutzer einerseits vollständig aufklären, andererseits sollen sie User aber nur kurz und knapp informieren. Möglicherweise können hier nur professionelle Akteure die Rechte zahlreicher kleiner Marktteilnehmerinnen und Marktteilnehmer durchsetzen, für die die Kosten der Rechtsdurchsetzung in der Regel zu hoch sind. Hier stehen vor allem Verbraucherschutzverbände in der Pflicht, die dafür auch ausreichende personelle und finanzielle Ressourcen erhalten müssen.” 

Weitere Informationen sind hier oder unter www.uni-bremen.de erhältlich. 

 

 

Startschuss fürs neue Jahr: Crowdfunding in Bremerhaven

Crowdfunding bietet Bremerhavener Projekten und Existenzgründungen eine Möglichkeit, Unterstützung und Geld für ihre Ideen, Projekte und StartUps zu sammeln. Beim Crowdfunding wird das Prinzip verfolgt, dass sich eine Gruppe von Menschen – eine CROWD – von Ideen anderer begeistern lässt und für deren Umsetzung das private Kapital einsetzt. Wie eine erfolgreiche „Crowdfunding-Kampagne“ gestartet und durchgeführt werden kann, wird im Rahmen eines Workshop-Angebotes der Bremer Aufbau-Bank in Kooperation mit der BIS Bremerhavener Gesellschaft für Investitionsförderung und Stadtentwicklung mbH vermittelt.

Der nächste Informations-Workshop findet am Donnerstag, 17. Januar 2019 ab 17.00 Uhr in Bremerhaven statt. In dem dreistündigen Seminar bekommen Interessierte wesentliche Grundlageninformationen an die Hand, um ihr Projekt erfolgreich auf der landeseigenen Crowdfunding Internetseite „Schotterweg“ zu platzieren. Diese Internetseite ist unmittelbar verlinkt mit der bundesweiten Crowdfunding-Plattform „Startnext“, so dass alle Projektideen aus Bremerhaven und Bremen auch bundesweit sichtbar werden.

Die Teilnehmerzahl beim Workshop ist begrenzt. Der Workshop ist kostenlos. Eine Anmeldung ist per Mail an info(at)schotterweg-crowdfunding.de möglich. Der Veranstaltungsort in Bremerhaven wird mit der Anmeldebestätigung bekannt gegeben. 

 

 

Gemeinnützige Kfz-Werkstatt bildet benachteiligte Jugendliche aus

Bei Stefan Sinnhuber und Christian Hormann, Geschäftsführer und Betriebsleiter von „deine Autowerkstatt“ in Oldenburg-Osternburg, bekommt jeder eine Chance. „Wir sind ein gemeinnütziger Betrieb, der sich auf die Ausbildung von schwer zu vermittelnden Jugendlichen konzentriert“, erklärt Sinnhuber. Der Spruch aus der Imagekampagne des deutschen Handwerks „Bei uns zählt nicht wo du herkommst, sondern wo du hinwillst“ passe also hundertprozentig auf sie. 

Die Werkstatt ist eine GmbH des Sozialwerks der Freien Christengemeinde, deren Gründungsmitglied Sinnhuber ist. „Unser Anspruch ist es, Menschen in ihren Lebenssituationen zu helfen und ihnen wieder eine Perspektive außerhalb des Niedriglohnsektors zu bieten“, so Sinnhuber. Wie könne das besser gelingen, als jemandem, den kein anderer Betrieb einstellen würde, ein Praktikum mit Aussicht auf einen Ausbildungsplatz anzubieten? 

Die Jugendlichen kommen von der Arbeitsagentur, dem Migrationscenter, von Schulen oder über Empfehlungen in die Werkstatt in Osternburg. „Jeder bewirbt sich zunächst mit einem Anschreiben und wird dann zum Gespräch eingeladen. Daran schließt sich in den meisten Fällen direkt ein zweiwöchiges Praktikum an. Hier schauen wir, ob der Wille und die Motivation da sind, den Beruf zu erlernen. Wenn wir das erkennen, geht es über die Einstiegsqualifizierung (ein Langzeitpraktikum)  zum Lehrvertrag“, erläutert Sinnhuber den Ablauf. 

Von den Ausbildern wird viel Fingerspitzengefühl und ein höherer Betreuungsaufwand verlangt. „Es ist eine Gratwanderung zwischen fördern, fordern und motivieren. Man muss ihnen die eine oder andere Chance mehr einräumen, am Ende aber auch konsequent sein“, sagt Hormann, der für die Ausbildung zuständig ist. 

Im Arbeitsalltag haben die Jugendlichen dann die gleichen Pflichten wie alle Auszubildende. Denn trotz des integrativen Ansatzes ist die Werkstatt ein ganz normales Unternehmen, das Umsatz erwirtschaften muss, um Kosten zu decken. „Wir nehmen nicht nur jeden als Azubi, sondern auch jeden als Kunden“, lacht Sinnhuber und räumt damit das Vorurteil aus, dass eine gemeinnützige Werkstatt auch nur von gemeinnützigen Einrichtungen genutzt wird. Vom Reifenwechsel über die Reparatur eines Unfallschadens, Wartung oder Inspektion werden alle Arbeiten einer Kfz-Werkstatt durchgeführt. 

 

 

Unsere Datenschutzerklärung entsprechend der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) finden Sie hier:  https://www.i2b.de/datenschutz/

 

 

 

Newsletter abbestellen