PlanBlue gewinnt die ESNC-Challenge Bremen

Das Startup PlanBlue gewinnt den erstmals in der Hansestadt vergebenen Innovationspreis der European Satellite Navigation Competition (ESNC) Challenge Bremen. Die ESNC ist ein internationaler Wettbewerb, bei dem neue Geschäfts- und Anwendungsideen gesucht werden, die einen Bezug zur Satellitennavigation aufweisen. 2018 nimmt Bremen zum ersten Mal als eine von europaweit 20 Regionen am ESNC teil und schickt den lokalen Gewinner nun zum Endausscheid nach Marseille.

PlanBlue nutzt eine Technik, die ebenfalls in der Fernerkundung der Erde durch Satelliten eingesetzt wird: die hyperspektrale Bildgebung. Das Team von PlanBlue hat das Verfahren an die Nutzung unter Wasser angepasst und verwendet es jetzt, um den Meeresboden zu kartografieren. Dazu entwarfen sie eine spezialisierte Unterwasserkamera, mit der sie den Meeresboden abscannen. „Das Verfahren ist schneller, erzeugt eine höhere Datenqualität und -quantität und ist wesentlich kosteneffizienter als traditionelle Monitoringmethoden“, erläutert Guy Rigot, Mitgründer und Geschäftsführer von PlanBlue.

PlanBlue freut sich über ein Preisgeld in Höhe von 5.000 Euro sowie ein Coaching, ein Businessfrühstück mit einem Branchenexperten und ein Jahr freie Raummiete im BITZ Technologiezentrum Bremen. Der finale Wettbewerb in Marseille findet am 4. Dezember 2018 statt. Den Gewinnern winkt dort ein zusätzlicher Preisgewinn in Höhe von 20.000 Euro sowie Zugang zu weiteren Fördermitteln und Gründerprogrammen.

Die ESNC Bremen Challenge wird vom Verein AviaSpace Bremen e.V. organisiert, der im Auftrag des Senators für Wirtschaft, Arbeit und Häfen die Luft- und Raumfahrtstrategie des Landes Bremen umsetzt. „ Der Wettbewerb richtet sich an Unternehmen und Forschungseinrichtungen, Hochschulen, Studierende, Existenzgründerinnen und -gründer sowie Einzelpersonen, die innovative Ideen und Konzepte zum Thema Satellitennavigation verfolgen.

Weitere Informationen sind hier erhältlich.

 

 

Finalisten des Norddeutschen Wissenschaftspreises 2018 stehen fest

Die Ausschreibung des Norddeutschen Wissenschaftspreises 2018 geht in die entscheidende Runde. Gesucht wurden norddeutsche länderübergreifende Wissenschaftsprojekte in den Lebenswissenschaften, die sich durch wissenschaftliche Exzellenz auszeichnen und durch ihren wissenschaftlichen Ertrag einen Beitrag zur Stärkung und Wettbewerbsfähigkeit norddeutscher wissenschaftlicher Netzwerke leisten.

Jetzt stehen die von der international besetzten wissenschaftlichen Auswahlkommission vorgeschlagenen Finalisten fest. Aus insgesamt 16 Bewerbungen haben es folgende drei Wissenschaftskooperationen in die Endrunde geschafft:

Die (Epi)genetische Architektur des Alterns – eine Mehrgenerationenstudie an Flussseeschwalben: Untersuchung möglicher Ursachen, wie sich bei Flussseeschwalben das Alter der Elternvögel zum Reproduktionszeitpunkt auf die Fitness der Nachkommen auswirkt. Einreichende Hochschule: Christian-Albrechts-Universität zu Kiel; in Kooperation mit dem Max-Planck-Institut für Evolutionsbiologie Plön und dem Institut für Vogelforschung

Multi-Meta-Omik: Neue Technologien für neue Herausforderungen der norddeutschen Landwirtschaft im Klimawandel: Untersuchung der Frage, wie sich der Klimawandel auf das Mikrobiom von Ackerböden auswirkt. Einreichende Hochschule: Christian-Albrechts-Universität zu Kiel; in Kooperation mit der Georg-August-Universität Göttingen

Magnetic Particle Imaging: Eine strahlungsfreie Alternative für die zukünftige Gefäßdarstellung: Entwicklung eines strahlungsfreien Verfahrens für die tomographische Darstellung des Blutflusses. Einreichende Hochschule: Universität Hamburg; in Kooperation mit der Universität zu Lübeck

Aus diesen drei Finalisten wählen die norddeutschen Wissenschaftsminister bzw. -senatoren Ende November das Siegerprojekt aus. Es wird auf der Preisverleihung am 29. November 2018 in Bremen bekannt gegeben. Zu der Festveranstaltung werden Persönlichkeiten aus der gesamten norddeutschen Wissenschaftsszene und aus Politik und Gesellschaft erwartet. Die Preisverleihung moderiert Hilke Theessen von Radio Bremen.

Mit dem norddeutschen Wissenschaftspreis werden erfolgreiche länderübergreifende Kooperationen in der Wissenschaft gewürdigt und besser sichtbar gemacht, auch über die Ländergrenzen hinaus. Er wird gemeinsam von den Wissenschaftsministerien der Freien Hansestadt Bremen und der Freien und Hansestadt Hamburg, der Länder Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen und Schleswig-Holstein vergeben. Den Vorsitz der Norddeutschen Wissenschaftsministerkonferenz und damit die Federführung für die Preisverleihung hat in diesem Jahr Bremen.

Weiterführende Informationen sind unter www.norddeutscher-wissenschaftspreis.de erhältlich.

 

 

Jade Hochschule: Studiengang BWL online startet auch im Sommersemester

Ab sofort kann der Online-Studiengang Betriebswirtschaftslehre auch zum Sommersemester begonnen werden. Der Bachelor-Studiengang bietet die Möglichkeit, sich - zusätzlich zu Beruf oder Elternzeit und mit flexibler und selbst gestalteter Zeiteinteilung - weiterzubilden und den beruflichen Horizont in attraktiver Weise zu erweitern. 

Der Studiengang ist als Vollzeitstudiengang konzipiert, wobei das Studium vom eigenen Schreibtisch aus durchgeführt und von Professorinnen und Professoren der Jade Hochschule betreut wird. Lediglich die Prüfungen und die Seminare werden an drei bis vier Wochenenden pro Semester an der Jade Hochschule in Wilhelmshaven durchgeführt.

Eine Bewerbung für den Bachelor Studiengang BWL online ist ab 1. Dezember möglich. Bewerbungsschluss ist der 15. Februar 2019. Weitere Informationen sind hier erhältlich.

 

 

Forschung in Grönland: Massiver Meteoriten-Einschlagskrater entdeckt

Ein internationales Forscherteam hat einen 31 Kilometer breiten Meteoriten-Einschlagkrater entdeckt, der im nördlichen Grönland unter dem Eisschild verborgen ist. Dies ist der erste Fund eines Kraters unter einem der kontinentalen Eisschilde auf der Erde. Die Ergebnisse erscheinen jetzt in der internationalen Fachzeitschrift Science Advances.

Der Krater hat einen Durchmesser von mehr als 31 Kilometern und entspricht somit einer Fläche größer als Paris. Er zählt damit zu den 25 größten Einschlagskratern der Erde. Er ist entstanden, als ein kilometerbreiter Eisenmeteorit in Nordgrönland einschlug, ist aber derzeit unter einem Kilometer dicken Eispanzer verborgen.

Der Krater wurde erstmals im Juli 2015 entdeckt, als die Forscher eine neue topographische Karte unter dem grönländischen Eisschild untersuchten. Sie bemerkten unter dem Hiawatha-Gletscher am äußersten Rand der Eisdecke in Nordgrönland eine enorme - aber trotzdem bisher unentdeckte - kreisförmige Vertiefung. „Wir wussten sofort, dass dies etwas Besonderes war, aber gleichzeitig war klar, dass es schwierig sein wird, den Ursprung dieser Depression zu bestätigen", sagt Kjær.

Messungen mit dem Forschungsflugzeug Polar 6 des Alfred-Wegener-Instituts, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI) konnten die Vermutungen die Forscher bekräftigen, dass die riesige Depression ein Meteoritenkrater ist. Die Polar 6 flog im Mai 2016 über den Hiawatha-Gletscher, um den Krater und das darüber liegende Eis mit einem neuen leistungsstarken Eisradar zu kartieren. Frühere Radarmessungen des Hiawatha-Gletschers waren Teil eines Langzeitprogramms der NASA, um Änderungen in der Eisbedeckung Grönlands zu kartieren. Um die Hypothese des Meteoriteneinschlags zu testen, benötigten die Wissenschaftler eine gezielte und dichtere Radaruntersuchung.

„Das neue Radarsystem der AWI-Forschungsflugzeuge war genau die Art von Instrument, die wir für die Messungen brauchten“, sagt Prof. Olaf Eisen, Glaziologe am Alfred-Wegener-Institut, der ebenfalls an der Studie beteiligt ist. „Das an der Universität Kansas für uns maßgeschneiderte Radarsystem der nächsten Generation übertraf alle Erwartungen und bildete die Struktur mit einer beispiellosen Auflösung und Detailschärfe ab: Ein deutlich kreisrunder Rand, eine zentrale Erhebung, darüber sowohl gestörte als auch ungestörte Eisschichten und basale Trümmer. Alles, was einen Meteoriteneinschlag auszeichnet, ist da“, berichtet Olaf Eisen begeistert. 

 

 

Gute Umschlagzahlen in den bremischen Häfen im dritten Quartal

Der Containerumschlag in den bremischen Häfen hat sich in den ersten neun Monaten dieses Jahres gut entwickelt. Bei einem Umschlagplus von knapp zwei Prozent gegenüber dem Vorjahr gingen an den Terminals insgesamt 4,1 Millionen TEU (=Twenty Foot Equivalent Units/Standardcontainer) über die Kajen.

Auch der Blick auf das Gesamtergebnis zeigt eine positive Tendenz. So wurden bis September über 49 Millionen Tonnen Stückgut und 6,1 Millionen Tonnen Massengut in den bremischen Häfen umgeschlagen. Damit liegt der Gesamtumschlag bei über 55 Millionen Tonnen. Im Vergleich zu 2017 wurden 1,5 Prozent mehr umgeschlagen. 

Im Bereich Automobile gibt es gegenüber dem Rekordjahr 2017 einen leichten Rückgang beim Umschlag. So ist der Umschlag mit 1,6 Millionen Fahrzeugen zwar weiterhin auf einem sehr hohen Niveau, liegt aber insgesamt um 3,3 Prozent unter den Vorjahreswerten.

Der Senator für Wirtschaft, Arbeit und Häfen wertet die aktuellen Zahlen als Beleg, dass die bremischen Häfen weiterhin gut aufgestellt sind. „Wir sind mit der Hafengruppe Bremen/Bremerhaven sehr stabil am Markt“, so Martin Günthner. „Die Zahlen zeigen, dass es trotz einer unsicheren internationalen Konjunkturlage für Alarmismus in den bremischen Häfen keinerlei Veranlassung gibt.“ Mit den Investitionsentscheidungen dieses Jahres habe der Senat darüber hinaus gezeigt, dass die weitere Entwicklung der Häfen wirtschaftspolitische Priorität genießt. Erst in der vergangenen Woche hatte der Senat über 40 Millionen Euro für Investitionen in die Hafeninfrastruktur in Bremerhaven bewilligt.

 

 

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