Bundesregierung startet zwei neue Förderprogramme für maritime Innovationen

Am 1. Januar startet das neue "Maritime Forschungsprogramm", mit dem das Bundesministerium für Wirtschaft künftig innovative Technologielösungen für die maritime Branche unterstützen möchte. Dem Förderprogramm, das sich an Unternehmen sowie Forschungs- und Entwicklungseinrichtungen richtet, stehen rund 32 Millionen Euro pro Jahr zur Verfügung. Es löst das auslaufende Forschungsprogramm "Maritime Technologien der nächsten Generation" ab.

Das Programm sieht drei Schwerpunkte vor. Mit dem Förderschwerpunkt "Digitalisierung in der maritimen Branche" unterstützt das BMWi Unternehmen dabei, ihre Produktionsprozesse effizienter zu gestalten, etwa durch kürzere Durchlaufzeiten, geringere Fehlerquoten und bessere Produktqualität. "Eine stetig verbesserte und intelligentere Sensorik ist zudem die Voraussetzung für eine zielgerichtete maritime Überwachung und für zustands- und vorhersagegesteuerte Wartungssysteme", betont das Ministerium. "Einen wichtigen Beitrag leisten hier intelligente robotische Systeme, die in für den Menschen unzugänglichen Bereichen zum Einsatz kommen, sowie autonome Technologien in der Schifffahrt."

Zweiter Programmschwerpunkt sind umwelt- und klimaschonende Technologien. Damit sollen die Umwelteinflüsse maritimer Systeme mittels innovativer Technologien und Verfahren so gering wie möglich gehalten werden. Das Spektrum reicht von neuen Antriebskonzepten und alternativer Energie- und Kraftstoffnutzung bis hin zu Antifouling-Verfahren oder dem Umgang mit Ballastwasser.

Dritter Schwerpunkt ist das Thema maritime Sicherheit. "Mit der zunehmend intensiveren Nutzung insbesondere von Küstengewässern gewinnen sogenannte Echtzeittechnologien wie Satelliten für die maritime Überwachung und Unfallvermeidung an Bedeutung", erläutert das Ministerium, das zum 1. Januar darüber hinaus die eigenständige Förderlinie "Echtzeittechnologien für die maritime Sicherheit" startet. Diese soll die Zusammenarbeit zwischen maritimer Branche und Unternehmen aus dem IT-Bereich stärken, bevorzugt im Verbund mit Wissenschaft und Forschung. Die Haushaltsplanung sieht dafür ein Budget von 3 Millionen Euro pro Jahr vor.

Neben diesen großen Themenfeldern wurden die vier Technologiesparten Schifftechniken, Produktion, Schifffahrt und Meerestechnik aus dem vorherigen Forschungsprogramm übernommen.

 

 

Jahresumschlag 2017 in den Bremischen Häfen stabil, Kreuzfahrten nehmen zu

In den Bremischen Häfen erwartet das Statistische Landesamt für das Jahr 2017 einen seeseitigen Güterumschlag von 75,1 Millionen Tonnen (minus 0,1 Prozent). Im Vergleich zum Gesamtumschlag des Vorjahres mit 75,2 Millionen Tonnen ist dies ein konstantes Ergebnis.

Der erwartete Gesamtumschlag von rund 75 Millionen Tonnen setzt sich zusammen aus dem Umschlag der Hafenanlagen in Bremen-Stadt mit 13,1 Millionen Tonnen (plus 7,7 Prozent) und Bremerhaven mit 61,9 Millionen Tonnen (minus 1,7 Prozent).

Für den Containerumschlag in Bremerhaven wird mit 5,5 Millionen Standardcontainern (TEU) für das Jahr 2017 ein etwas geringerer Umschlag (minus 1,0 Prozent) als im Jahr 2016 erwartet. Beim Umschlag von Massengut wird mit einem Zuwachs von vier Prozent auf rund zehn Millionen Tonnen gerechnet.

"Besonders positiv sticht am Standort Bremen der deutliche Zuwachs im Umschlag von Windkraftkomponenten und anderer Projektladung wie Röhren oder Holz hervor", teilt Wirtschaftssenator Martin Günthner mit. "Der konventionelle Stückgutumschlag bildet einen arbeitsintensiven Sektor im Leistungsportfolio der bremischen Häfen ab."

Der Umschlag von Automobilen wird im Jahr 2017 etwa 2,2 Millionen Einheiten (plus 8,9 Prozent) ausmachen. Darüber hinaus wird in Bremerhaven im Bereich "High-and-Heavy" ein Gesamtumschlag von etwa 1,3 Millionen Tonnen erwartet. Zusammen mit dem Automobilumschlag, der Projektladung und weiterem konventionellem Stückgutumschlag in Bremen führen diese Gütergruppen zu guten 8,4 Millionen Tonnen im nicht-containerisierten Stückgutumschlag (plus 7,2 Prozent).

Die Schiffsgrößenentwicklung in Bremerhaven verdeutlicht, dass der Containerterminal zunehmend von Großcontainerschiffen angelaufen wird. Trotz gleichbleibendem Gesamtumschlag wurden mit 7770 Schiffsankünften in diesem Jahr 1,5 Prozent weniger Schiffe abgefertigt.

Positiv entwickelte sich unterdessen auch der Kreuzfahrtverkehr in Bremerhaven. Nicht nur die Zahl der Schiffsabfertigungen (84 Abfertigung bedeuten ein Plus von 21,7 Prozent) stieg deutlich, sondern es wurden auch 165.600 Passagiere (plus 68,1 Prozent) in Bremerhaven abgefertigt. "Nachdem bereits im Jahr 2016 deutliche Zuwächse zu vermelden waren, konnte die Bremerhavener Kreuzfahrtanlage ihre Wettbewerbssituation damit auch im Jahr 2017 weiter verbessern", so der Wirtschaftssenator.

 

BLG, Airbus und Mercedes-Benz starten Austauschprogramm für Mitarbeiter

Von September bis Dezember haben 14 Mitarbeiter der Unternehmen Airbus, BLG Logistics und Mercedes-Benz in Bremen ein branchenübergreifendes Austauschprogramm durchlaufen. Ziel war es, die Kooperationsfähigkeit der Mitarbeiter zu stärken, neue Erfahrungen in einer anderen Unternehmenskultur zu ermöglichen und Veränderungsbereitschaft zu fördern.

Das Projekt namens "Cross" (Competence Rotation Over Several Sectors) wurde von der Jacobs University wissenschaftlich begleitet und beinhaltete neben einem dreimonatigen Praxiseinsatz in einem der Partnerunternehmen auch gemeinsame Qualifizierungs- und Workshoptage. Das Programm wurde erstmals durchgeführt und soll der zunehmenden Digitalisierung und Vernetzung in Automobilbranche, Luftfahrt und Logistik Rechnung tragen.

Für das Austauschprogramm wurden sowohl junge als auch erfahrene Mitarbeiter ausgewählt, um die Zusammenarbeit in generationenübergreifenden Teams zu fördern. Die Teilnehmer des Pilotprojekts hatten sich in ihrem Unternehmen zuvor durch besondere Leistungen verdient gemacht und bereits Erfahrung in der Projektarbeit gesammelt. Für die Hospitationsphase wurden sie anhand ihrer Kompetenzen einem Einsatzbereich oder einem konkreten Projekt im Partnerunternehmen zugeordnet. Diese reichten von Innovationsprojekten im so genannten "Digi-Lab" bei BLG Logistics über die Programmierung eines Tracking-Systems für Produktionsequipment bei Airbus bis zu Anlaufprojekten für neue Modelle bei Mercedes-Benz.

Für den Projekteinsatz wurden die Teilnehmer von ihren jeweiligen Unternehmen freigestellt und regulär vergütet. "Cross" soll nach der Pilotphase auf weitere Kooperationspartner in der Region ausgedehnt werden, beispielsweise auch auf Start-ups im Bereich Digitalisierung.

 

Workshop: Wissenschaft für Kinder interessant machen

Das Institut für Medienwirtschaft und Journalismus an der Jade-Hochschule bietet am 14. Dezember um 16 Uhr in Wilhelmshaven einen Workshop zum Thema "Wissenschaft, die Spaß macht – Kommunikationsstrategien für Kinder" an. Referent David Vásquez arbeitet in der Kommunikationsabteilung der Kinderuniversität EAFIT in Medellin (Kolumbien). Zuvor war er am Wasser-Museum beschäftigt und wirkte am Programm "Wissenschaft im Klassenzimmer" mit. In dem Workshop möchte er vermitteln, wie Kinder und Erwachsene durch Experimente, Spiele und Gespräche für Wissenschaft begeistert werden können.

Die Veranstaltung, die in englischer Sprache gehalten wird, findet an der Jade-Hochschule in Wilhelmshaven (Friedrich-Paffrath-Straße 101, Raum H 303) statt.

 

Öffentliche Vorlesung: "Die Weser – Lebensader Bremens"

Mit dem Vortrag "Die Weser – Lebensader Bremens" setzt die Hochschule Bremen am Mittwoch, 20. Dezember, um 17.30 Uhr die öffentliche Ringvorlesung "Facetten der Nachhaltigkeit" fort. Die Referentin, Prof. Bärbel Koppe von der Hochschule Bremen, wird einen historischen Überblick über die Bedeutung des Flusses für die Hansestadt geben und auch die zukünftigen Herausforderungen angesichts des Klimawandels ansprechen. Veranstaltungsort: Hochschule Bremen, Neustadtswall 27b, UB-Gebäude, Hansewasser-Hörsaal. Der Eintritt ist frei. 

 

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