Niedersachsen-Monitor 2019: Gute Wirtschafts- und Arbeitsmarktzahlen

Die Präsidentin des Landesamtes für Statistik, Simone Lehmann, hat am 6. Dezember 2019 im Anschluss an die Landespressekonferenz den Niedersachsen-Monitor 2019 vorgestellt, der erstmalig auch eine Indikatoren-Übersicht bietet.

Die Bevölkerung wuchs 2018 das 7. Jahr in Folge. Ende des Jahres lebten rund 7,98 Millionen Menschen in Niedersachsen, ein Plus von fast 20.000 Personen (+0,2 Prozent). Grund für diesen Zuwachs waren Wanderungsgewinne, die das Geburtendefizit von gut 22.500 Personen mehr als ausglichen. Mehr als ein Fünftel der Bevölkerung (21,9 Prozent) war 65 Jahre und älter. Der Anteil der unter 18-Jahrigen betrug 16,6 Prozent. 

Die Wirtschaft Niedersachsens wuchs 2018 gemessen am Bruttoinlandsprodukt um 1,1 Prozent (preisbereinigt) und damit schwächer als im Bundesdurchschnitt (+1,4 Prozent). Durch die gute wirtschaftliche Lage erreichte die Zahl der Erwerbstätigen, die in Niedersachsen arbeiteten, rund 4,12 Millionen (+1,4 Prozent). Die Wachstumsrate lag damit leicht über dem Bundesdurchschnitt (+1,3 Prozent). Die Arbeitslosenquote sank um 0,5 Prozentpunkte auf 5,3 Prozent (Deutschland: 5,2 Prozent).

In den letzten Jahren sind in Niedersachsen große Anstrengungen unternommen worden, um die Kinderbetreuung zu verbessern. Seit 2013 stieg die Zahl der betreuten Kinder unter 3 Jahren um fast 48 Prozent, die der ganztägig betreuten Kinder von 3 bis unter 6 Jahren um fast 57 Prozent. Dennoch lag Niedersachsen bei den Betreuungsquoten weiterhin unter dem Bundesdurchschnitt.

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Preis für Gründerteam aus Oldenburg

Eine ökologische Beschichtung für Saatgut ist das Erfolgsrezept des 2017 gegründeten Start-ups SeedForward, einer Ausgründung aus der Universität Oldenburg. Anfang Dezember erhielt das Unternehmen in Hannover den Durchstarter-Preis des Landes Niedersachsen und der NBank in der Kategorie „Science Spin-Off“. Der niedersächsische Wirtschaftsminister Dr. Bernd Althusmann überreichte die Auszeichnung.

SeedForward erhielt 2017 ein EXIST-Gründerstipendium an der Universität Oldenburg, eine einjährige Förderung des Bundeswirtschaftsministeriums und des Europäischen Sozialfonds. Das Gründerteam um den Umweltwissenschaftler Jakob Bußmann und den Agrarwissenschaftler Jan Ritter hat eine organische Saatgutbeschichtung entwickelt, die auch extremen Witterungsverhältnissen standhält. Die Ökobeize lässt das Saatgut besser keimen, versorgt die anwachsende Pflanze effektiv mit den richtigen Nährstoffen und verbessert die Bodenqualität. Das Gründungs- und Innovationszentrum (GIZ) der Universität Oldenburg unterstützt das Start-up, ebenso wie die Oldenburgerin Elke Haase, Gründerin und Eigentümerin der Firma Piccoplant.

Im niedersächsischen Gründungswettbewerb Durchstarter hatten sich insgesamt 89 Start-ups in drei Kategorien beworben. In der Kategorie „Science Spin-Off“ werden Ausgründungen aus der Wissenschaft ausgezeichnet. Die Sieger in den drei Kategorien erhalten ein Preisgeld von jeweils 5.000 Euro. SeedForward hat in diesem Jahr bereits den Innovationspreis Niedersachsen erhalten und war Landessieger Niedersachsen im KfW Award Gründen 2019.

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Startschuss für Niedersächsische Luftfahrtstrategie 2030

Auf Initiative des Wirtschaftsministeriums hat in Hannover der erste Dialog der niedersächsischen Luftfahrtindustrie stattgefunden. Gemeinsam mit rund 50 Vertretern diskutierte Wirtschaftsminister Dr. Bernd Althusmann die aktuellen Innovationsthemen und Herausforderungen der Branche. Ziel des künftig regelmäßig stattfindenden Dialogs ist es, gemeinsam die Niedersächsische Luftfahrtstrategie 2030 zu entwickeln.

Althusmann: „Wir wollen die Wettbewerbsfähigkeit des Luft- und Raumfahrt-Standortes Niedersachsen mit seinen besonderen Kompetenzen in den Bereichen Luftfahrtzulieferindustrie, Allgemeine Luftfahrt sowie Forschung und Entwicklung erhalten und ausbauen. Heute fällt der Startschuss für unsere Niedersächsische Luftfahrtstrategie 2030. Dazu brauchen wir auch den Input der Unternehmen. Ich erwarte mir vom Dialog und den Folgeveranstaltungen in den nächsten Jahren einen Fortschritt für die Luftfahrtindustrie am Standort Niedersachsen." 

An der Niedersächsischen Luft- und Raumfahrtstrategie 2030 soll die gesamte Wertschöpfungskette der Luftfahrtindustrie beteiligt sein - von Forschung und Entwicklung, Planung und Bau über Betrieb und Wartung bis hin zur Finanzierung von Produkten der Luftfahrtindustrie. Alle Unternehmen und Akteure in der Luft- und Raumfahrtbranche sind eingeladen, sich in den Strategieprozess einzubringen.

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Baurecht für die Linien 1 und 8 in Bremen liegt vor

Das Baurecht für die Verlängerung der Straßenbahnlinie 1 bis Mittelshuchting einschließlich des Baurechts für die Straßenbahnlinie 8 bis zur Bremer Landesgrenze liegt seit dem 6. Dezember 2019 vor. Die Senatorin für Klimaschutz, Umwelt, Mobilität, Stadtentwicklung und Wohnungsbau hat in dem letzten verbliebenen Klagverfahren mit den Betroffenen am Freitagnachmittag eine einvernehmliche Lösung gefunden. Damit ist der Bremer Planfeststellungsbeschluss bestandskräftig und unmittelbar vollziehbar. Mobilitätssenatorin Schaefer zeigt sich hocherfreut: „Das ist eine gute Nachricht für den Ausbau des ÖPNV in Bremen. Wir wollen das Straßenbahnnetz ausbauen, um gerade auch Pendlerinnen und Pendler verstärkt zum Wechsel vom Auto auf die Schiene zu bewegen. Wir werden das Projekt nun schnell voranbringen und die dafür nötigen Schritte zügig einleiten.“ 

In dem baurechtlichen Parallelverfahren für die Weiterführung der Linie 8 über die Landesgrenze bis nach Niedersachsen (Stuhr/Weyhe) hatte das Bundesverwaltungsgericht am 7. November 2019 bestätigt, dass das auf niedersächsischer Seite angewandte Baurecht aufgrund richtiger Rechtsgrundlage nach dem Allgemeinen Eisenbahngesetz planfestgestellt wurde. Offen ist dort nur noch die Frage, ob der niedersächsische Planfeststellungsbeschluss an einzelnen Punkten ergänzende Schutzauflagen wegen Immissionen erhalten muss. Hierüber soll das niedersächsische Oberverwaltungsgericht noch entscheiden. In Bremen geht man davon aus, dass die letzten Punkte alsbald vom Niedersächsischen Oberverwaltungsgericht ausgeräumt werden können. 

 

 

Öffentliche „Lunch Lectures“ in der Hochschule Bremen

Fünf Architektinnen und Architekten aus Helsinki, Bangkok, Lausanne und Berlin stellen anhand ihrer viel beachteten Werke in der Background-Reihe der School of Architecture der Hochschule Bremen ihre „Standpunkte“ vor. Damit geben sie einen Einblick in das Schaffen als freie Architekten und in die Entstehung zeitgenössischer Architektur. Die Vorträge finden jeweils mittwochs um 13 Uhr in Form von Lunch Lectures im Forum der School of Architecture der Hochschule Bremen, Campus  Neustadtswall, AB-Gebäude (Hochhaus), Raum AB 516. Der nächste Termin ist der 11. Dezember, Gast ist Helga Blockdorf aus Berlin.

Über den Vortrag:
Angezogen von der erzählerischen Kraft der Abstraktion, zeichnet Helga Blocksdorf mit ihren Bauten „räumliche Bilder“. Sie greifen in die Konstruktion ein und bedienen sich ihrer Gesetzmäßigkeiten. Die Überwindung technischer Standards, überholter Typologien und der Kampf um den genauen Zuschnitt der geforderten Normen und Verordnungen führt zu einer permanenten Überschreibung aller Parameter. Die Rückkopplung von der Baustelle ist in diesem Schaffensprozess ebenso willkommen wie eine intensive Auseinandersetzung mit der Bauherrenschaft. Der Anspruch, mit dem gebauten Werk forschend vorzugehen, ehrt die Sache an sich - die Architektur.

Die weiteren Background-Termine:
15. Januar: Eik Frenzel, Lausanne
22. Januar: Katharina Löser, Berlin

Die Vorträge werden mit einem Fortbildungspunkt bei der Architektenkammer Bremen anerkannt.

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