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Montag, 20.03.2017

Wirtschaftsminister Lies will Zusammenarbeit mit den USA ausbauen

Niedersachsens Wirtschaftsminister Olaf Lies hat eine positive Bilanz der Delegationsreise in die USA gezogen. "Die Reise war richtig und hat sich gelohnt", sagte er zum Abschluss des fast einwöchigen Besuchs. Stationen waren Chicago, Detroit und San Francisco. Im Vordergrund standen Entwicklungen und Trends im Bereich Automotive wie die Digitalisierung, das autonome Fahren und elektrische Antriebstechniken.

Höhepunkte der Reise waren die Eröffnung einer niedersächsischen Repräsentanz in Chicago und der Besuch von Unternehmen und jungen Start-ups im Silicon Valley. Begleitet wurde Lies von einer knapp 60-köpfigen niedersächsischen Delegation aus Wirtschaft und Wissenschaft.

"Wir haben wichtige Anregungen und Ideen für unsere Arbeit im Bereich der Digitalisierung, des autonomes Fahrens sowie der Batteriezellenfertigung bekommen", so Lies. "Unsere Besuche der Testrecke Mcity für autonomes Fahren und der niedersächsischen Firma IAV in Detroit sowie unsere Besuche bei Google und Uber in San Francisco dokumentierten eindrucksvoll Trends und Entwicklungen im Bereich der Mobilität. Selbstfahrende und miteinander vernetzte Autos sind keine Zukunftsvision, sondern werden bereits in wenigen Jahren bei uns auf den Straßen unterwegs sein. Connected Cars, Shared Mobility und Elektrofahrzeuge werden selbstverständlich sein. Die Digitalisierung revolutioniert den Automarkt, verändert die Produkte und unser Nutzerverhalten. Wichtig ist, dass niedersächsische Unternehmen bei diesen Entwicklungen und Trends ganz vorne mitmischen."

Beeindruckt zeigte sich Minister Lies vom amerikanischen Gründergeist. "Hier haben wir noch großes Potenzial in Deutschland: Wir müssen mehr wagen. Es geht darum, Mut zu machen, neue Wege zu gehen, Start-ups breitwilliger finanziell zu unterstützen und ein mögliches Scheitern zu akzeptieren. Den Slogan der Stanford University, 'Nothing is a mistake. There is no win and no fall. There is only make' finde ich hier passend. Die ersten Schritte haben wir in Niedersachsen gemacht, aber wir werden das gerade auch mit den Impulsen aus der Reise weiter entwickeln."

Zum politischen und wirtschaftlichen Klima in den USA sagte Lies: "Wichtig ist, dass der freie Waren- und Personenverkehr erhalten bleiben. Das ist nicht nur das Ziel für uns in Deutschland. In den Gesprächen wurde sehr deutlich, dass dies auch ein großes Interesse der amerikanischen Wirtschaft und Wissenschaft ist. Der Appell an Präsident Trump ist also eindeutig – Handelsbeschränkungen helfen keiner Seite und beschränken am Ende nur eine weitere positive wirtschaftliche Entwicklung."

Zu den Rückschlüssen für die deutsche und niedersächsische Wirtschaft erklärte der Minister: "Für mich zeigt sich sehr deutlich: Wir sind in vielen Bereichen absoluter Weltmeister in der Prozessoptimierung und der Weiterentwicklung bestehender Produkte. Die Zukunft der Industrie entscheidet sich aber in der Frage, ob und wie es uns gelingen wird, den Blick zusätzlich auf völlig neue Produkte und Anwendungen zu legen. Da sehe ich für uns und unsere Unternehmen die größte Herausforderung. Dazu müssen wir viel stärker fach- und kompetenzübergreifend vernetzt arbeiten. Das ist in einem Land wie Deutschland, wo in starkem Maße die Spezialisierung im Vordergrund steht, eine besondere Aufgabe. Am Ende darf es nicht so sein, dass wir das beste Produkt haben – es aber keinen Markt mehr dafür gibt. Digitalisierung und Autonomes Fahren sind typische Beispiele für ein solches Risiko."


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