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Montag, 04.03.2013

Roboter soll vom Menschen und vom Internet lernen

Roboter, die staubsaugen und den Rasen mähen, gibt es bereits zu kaufen und die Nachfrage steigt. Ein Roboter, der Popcorn machen kann, lässt sich noch nicht erwerben – steht aber bereits im neuen Forschungslabor des Technologie-Zentrums Informatik und Informationstechnik (TZI) der Universität Bremen.

Der schlaue Kerl hört auf den Namen PR2 und ist Teil des großen EU-Projekts "RoboHow". Leiter des Projektes ist Professor Michael Beetz, der vor einem Jahr von der TU München an die Universität Bremen wechselte, und einer der profiliertesten deutschen Robotik-Forscher ist. PR2 soll ganz alltägliche Handlungen im Haushalt erlernen, indem er die Anleitungen selber liest und daraus in Verbindung mit vielfältigen weiteren Kontextinformationen einen Plan entwickelt und umsetzt.

Doch was für einen Menschen ein Kinderspiel ist, bietet für die Robotik eine riesige Herausforderung. "Navigation, Koordination und Manipulation – bei Tätigkeiten im Haushalt sind die Anforderungen an Roboter maximal hoch", sagt Beetz.

"Im Projekt RoboHow wollen wir die Programmierung vereinfachen. Der Roboter soll zum einen aus Internet-Rezepten Planskizzen für die Umsetzung einer Aufgabe generieren. Zum anderen wollen wir neue Verfahren entwickeln, mit deren Hilfe er sich Kniffe von einzelnen Aktionen beim Menschen abschauen kann."
 
Gefragt ist auf jeden Fall ein Zusammenspiel wie im Projekt RoboHow, in dem internationale Spezialisten auf den Gebieten der Bewegung, der Wahrnehmung oder Psychologie ihr Know-how einbringen. "Wenn ich dem Roboter eine sprachliche Anweisung gebe, dann versteht er den reinen Wortlaut. Aber den ganzen Kontext, den Menschen bei diesen Worten mit verstehen, muss ich ihm auf andere Weise zur Verfügung stellen, damit er die Aufgabe bewältigen kann", erläutert Beetz.
 
Projektpartner sind die Forschungseinrichtungen Centre National de la Recherche Scientifique aus Frankreich, Ecole Polytechnique Federale de Lausanne aus der Schweiz, Kungliga Tekniska Högskolan aus Schweden, KU Leuven aus Belgien, Foundation for Research and Technology – Hellas aus Griechenland, Leiden University aus den Niederlanden und als Industriepartner Aldebaran Robotics aus Frankreich.

Weitere Informationen: www.robohow.org


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