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Mittwoch, 09.09.2015

Industrie 4.0: Software-Werkzeug für Produktionsplanung und -steuerung in kleineren Unternehmen

Das BIBA (Bremer Institut für Produktion und Logistik) an der Universität Bremen entwickelt gemeinsam mit Quast Praezisionstechnik und dessen Zulieferer FMM Finkenwerder Metall- und Maschinenbau ein Software-Werkzeug, das kleine und mittlere Unternehmen (KMU) dabei unterstützen soll, ihre Produktion zu optimieren.

Das Forschungsprojekt namens "JobNet 4.0" wird vom Bundesforschungsministerium im Rahmen des Programms "KMU-Innovativ" gefördert. Mit dieser Initiative will der Bund auch KMU die "Teilhabe an Spitzenforschung in wichtigen Zukunftsbereichen" wie Industrie 4.0 erleichtern. "Das neue Werkzeug wird zwar mit dem Fokus auf die Luftfahrtbranche gestaltet, soll jedoch auch auf andere Branchen wie Maschinen- und Anlagenbau sowie Automobilbau übertragen werden können", sagt Marius Veigt, JobNet-Projektleiter am BIBA.

Große Dynamik in komplexen Produktionsnetzwerken

In der Luftfahrtbranche werden viele Produktionsaufträge vergeben: von den Flugzeugherstellern an deren Zulieferer sowie von den Zulieferern an Lohnfertiger. Beides sind zumeist KMU. Sie haben ganz besonders mit stetig wechselnden Auftragslagen, schwankenden Volumen, neuen Produktvariationen sowie Termin- und Kostendruck zu kämpfen.

In diesen Auftragsnetzen herrscht zudem eine große Dynamik. Das alles erschwert es speziell den kleineren Unternehmen, ihre Produktion so zu planen und zu steuern, dass die Leistungsfähigkeit (Durchlaufzeit, Liefertreue, Auslastung) konstant hoch und die Produktionskosten dabei möglichst niedrig bleiben. Spätestens dann, wenn sie als Zulieferer und Lohnfertiger auch noch eingebunden sind in komplexe Produktionsnetzwerke, bedarf es einer modernen Produktionsplanung und -steuerung (PPS).

"Organisationsverantwortung verlagert sich zulasten der Zulieferer"

"Das ist eine gigantische Aufgabe für den Mittelstand, und sie wird immer komplizierter. Wir spüren deutlich, wie sich die Organisationsverantwortung zunehmend zulasten der Zulieferer verlagert", sagt Dorit Kleinerüschkamp, Mitglied der Quast-Geschäftsführung. "Es gilt, die jeweils passenden PPS-Methoden zu finden, um so die Fertigung weiter zu optimieren und noch flexibler reagieren zu können. Mit der Entwicklung dieses Tools rüsten wir uns auch für Industrie 4.0."

"Mit dem neuen Werkzeug werden Produktionsplaner künftig flexibel geeignete PPS-Methoden in Abhängigkeit der jeweils vorliegenden dynamischen Auftragssituation wählen können", erklärt Industrie-4.0-Experte Veigt. Das kompatibel zu bestehenden Softwaresystemen gestaltete Werkzeug – so das Ziel der Forschungen – kann schnell in die Abläufe der Produktionsplanung und -steuerung integriert werden und gewährleistet eine effiziente Anpassung.


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