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Dienstag, 22.09.2015

Datenbrille soll Service an Windenergieanlagen erleichtern

Das Bremer Institut für Produktion und Logistik an der Universität Bremen (BIBA) entwickelt gemeinsam mit AnyMotion und Comback ein Assistenzsystem, das die Arbeit von Servicetechnikerinnen und -technikern von Windenergieanlagen künftig effizienter gestalten soll.

Das zweijährige Forschungsprojekt "AR Maintenance System" setzt auf Augmented Reality (AR), also die computergestützte Erweiterung der Realitätswahrnehmung. Die besonderen Herausforderungen in diesem Vorhaben liegen in der 3D-Objekterkennung, der Indoor-Navigation sowie in Datenmanagement und -sicherheit. Das Projekt wird vom Bundeswirtschaftsministerium im Programm Zentrales Innovationsprogramm Mittelstand (ZIM) gefördert.

Assistenzsystem in verschiedenen Branchen einsetzbar

Die Zahl der Windenergieanlagen – und damit der Aufwand für deren Instandhaltung – steigt zurzeit rasant. Diese Servicetätigkeiten sind sehr kostenintensiv und das Fachpersonal ist knapp. Es gilt also, die Arbeit der Fachleute so einfach und effektiv wie eben möglich zu gestalten. Dabei soll künftig das AR Maintenance System helfen: Durch eine halbtransparente 3D-Datenbrille sehen deren Träger ganz normal alles Reale vor sich. Zudem liefert die Brille über den Objekten positioniert ergänzend eine hilfreiche Arbeitsansicht und unterstützende Daten. Darüber hinaus registriert die Brille auch das, worauf ihr Träger seinen Blick richtet, und dokumentiert die Arbeiten.

Zunächst wird das System nur in der WEA-Servicetechnik zum Einsatz kommen, aber eine Übertragbarkeit auf andere Branchen ist laut BIBA-Projektleiter Moritz Quandt möglich.

Unterstützung durch das Computer Vision Lab

In das Projekt fließen die langjährigen Erfahrungen des BIBA zur 3D-Objekterkennung ein. So nutzt das Institut auch sein Computer Vision Lab, das sich mit Bildverarbeitung und Künstlicher Intelligenz für Produktion und Logistik beschäftigt und den direkten Transfer von der Forschung in die Praxis unterstützt. Themen des Lab sind unter anderem die 3D-Objekterkennung und die Mensch-Maschine-Interaktion, die in Zeiten der Industrie 4.0 stetig an Bedeutung gewinnen. Das Laborangebot richtet sich an die Wirtschaft und dient kooperativen Forschungen.

"Über das Projekt bekommen wir einen direkten Zugang zu neuesten Forschungsergebnissen", sagt Frank Bischoff, Geschäftsführer der AnyMotion GmbH (Bremen). "In dieser F&E-Kooperation kommen nicht nur langjährige industrielle Erfahrung und Wissenschaft zusammen, sondern es entstehen neue Impulse, und aus der wissenschaftlichen Theorie werden kurzfristig praktische Lösungen."


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